Tandem Technik (2)

Ging es in meinem Beitrag Tandem fahren (1) noch mehr über unsere Erfahrungen und die Vorzüge des Tandemfahrens für unterschiedlich starke Partner, so soll es diesmal vor allem um die Tandem-Technik gehen.

Unsere Radreisen mit dem vielen Gepäck und die lange Standzeit danach haben unser Tandem natürlich mitgenommen und es hat sich eine technische Generalüberholung mehr als verdient. Außerdem wollen wir nach der langjährigen Pause wieder etwas öfter damit unterwegs sein. Angefangen haben wir schon.

Ein passender Anlass für ein paar ergänzende Worte über die spezielle Tandem-Technik und ihre Besonderheiten…


Tandem: das Fahrrad für Zwei

Ein Fahrrad wird dann als Tandem definiert, wenn es Platz für mehrere Fahrer hintereinander bietet. Der Einfachheit und praktischen Relevanz wegen gehe ich hier nur auf die häufigste Erscheinungsform des Tandems ein, nämlich der eines Fahrrades für zwei Personen. Alle noch längeren sind doch eher Spaß- als Sportgeräte.

Seblog.de Tandem Technik
Unser Tandem im aktuellen Zustand: ein Zwei Plus Zwei Red (BJ~2002)

Das Tandem als “Fahrrad für Zwei” braucht im Vergleich zum gewöhnlichen Fahrrad natürlich auch ein paar Teile doppelt. Es werden zwei Sättel gebraucht, ein längerer Rahmen (doppeltes Rahmendreieck) und auch zwei Lenker. Wobei am Tandem nur der vordere seinen Namen wirklich verdient. Der Bügel des Hintermanns nämlich dient nur der Abstützung und Ablage der Hände.

Das Cockpit ist vorne

Der eigentliche Lenker ist also der vordere, der wie gewöhnlich über den Steuersatz und die Gabel mit dem Vorderrad verbunden ist. Auch die Bedienung der Bremsen, der Schaltung und der Klingel ist allein Aufgabe des vorne sitzenden Fahrers, der deswegen auch gerne als Pilot oder Captain bezeichnet wird.

Gelenkt, geschaltet und gebremst wird beim Tandem allein vom Piloten.

Es gibt aber auch Tandem-Fahrräder, bei denen vom hinteren Lenker zumindest eine zusätzliche Bremse bedient werden kann. Sichere Tandem-Technik bedeutet eben auch manchmal Redundanz. Diese sollte dann aber wirklich nur als Back-Up für besonders steile Abfahrten dienen. Keinesfalls sollte eine solche zusätzliche Bremse ohne Abstimmung betätigt werden, den das wäre für beide ziemlich gefährlich.

Zwei Plus Zwei Red
Die Kraftübertragung vom Vorder- zum Hintermann läuft über die Synchronkette.

Für den Vordermann sieht beim Tandemfahren also zunächst einmal alles so aus wie immer. Erst der Blick nach unten in Richtung Tretlager offenbart optisch Unterschiede.

Der Antrieb ist hinten

Der Antrieb ist der spannendste Teil der Tandem-Technik, denn ihm kommt die besondere Aufgabe zu, die Kraft beider Fahrer zu bündeln und auf das Hinterrad zu übertragen.

Dafür sind beim Tandem auf der linken Kurbelseite der beiden Fahrer jeweils ein Kettenblatt gleicher Größe montiert und mit einer langen Kette verbunden, die man Synchronkette nennt.

Der hintere Fahrer, beim Tandemfahren auch Stoker (Heizer) genannt, sitzt im Grunde über dem klassischen Fahrradantrieb. Der Blick auf die rechte Kurbelseite und das Ritzelpaket dahinter entspricht exakt dem Bild eines gewöhnlichen Fahrrades. An der rechten Kurbelseite sind bis zu drei Kettenblätter montiert, die über die Schaltungskette mit dem Ritzelpaket des Hinterrades verbunden sind. Hier finden alle Gangwechsel statt, ohne dass der Stoker diese allerdings beeinflussen kann.

Doch wie funktioniert dieser Vierbeinantrieb?

Die Kraft des Vordermanns wird also mit Hilfe der langen Kette (Synchronkette) zwischen den beiden linken Kettenblättern auf die Tretlager-Achse des Hintermanns übertragen. Die Kraft des hinteren Fahrers wirkt wie bei einem gewöhnlichen Fahrrad direkt auf die Antriebsachse. Und die gemeinsame Power wird dann über die Schaltungskette auf das Hinterrad gebracht.

Seblog.de Synchronkette Tandem
Die Synchronkette auf der linken Kurbelseite überträgt die Kraft des Vordermannes.

Damit das im wahren Wortsinn rund läuft, müssen die Kurbeln der beiden Fahrer schon bei der Erstmontage synchron gestellt werden. Somit ist gewährleistet, dass sich beide Fahrer auch jeweils in der gleichen Phase der Tretbewegung befinden.

Es gibt jedoch auch Verfechter einer 90-Grad Verschiebung (vorne ein Viertel weiter). Diese versprechen sich einen Vorteil dadurch, dass der hintere Totpunkt der Tretbewegung beider Fahrer auseinander fällt. Diese Montageform ist sehr selten. Wahrscheinlich weil eine solche Verschiebung den gemeinsamen Wiegetritt zu einem Eiertanz – wenn nicht gar einem Ding der Unmöglichkeit – machen würde. Selbst probiert haben wir es aber noch nicht.

Ein Tandemgetriebe besteht zusammengefasst also aus vier Kurbeln (davon drei mit Kettenblättern), zwei Ketten (Synchron- und Schaltungskette) und einem Ritzelpaket.

Kettenspannung auf der Synchronkette

Damit bei der Synchronkette die passende Spannung eingestellt werden kann, ist das vordere Tretlager des Tandems in einem speziellen Exzenter-Gehäuse untergebracht, ähnlich wie es bei einem Rohloff- oder Alfine-Getriebes notwendig ist.

Tretlagergehäuse mit Excenter Tandem seblog.de
Tandem-Technik: Das vordere Tretlagergehäuse beherbergt einen Exzenter für das Innenlager.

Die Einstellung der richtigen Kettenspannung erfolgt zunächst über die passende Kettenlänge und danach – zur Feinjustierung – über den Abstand der vorderen und hintereren Tretlagerachse mithilfe des Exzenters.

Vorderes Tretlager mit Excenter Tandem
Der Exzenter wird nach Spannung der Kette mit zwei Schrauben im Tretlagergehäuse fixiert.

Im Idealfall wäre der Abstand mit Hilfe des Exzenters also um die Länge zweier Kettenglieder verstellbar. In der Praxis muss man sich manchmal jedoch zwischen ziemlich hart und eher lasch entscheiden, weil der Exzenter nur die Variabilität etwa eines Kettengliedes hat. Die Kette muss aber immer um mindestens zwei Glieder gekürzt oder gelängt werden.

Spezielle Tandem-Komponenten

Zusätzlich zu Rahmen und Tretlager finden sich Tandem-spezifische Komponenten vor allem am Platz des Stokers. Dazu gehören ein spezieller Tandemvorbau, der meist an der Sattelstütze des Piloten angebracht wird, und eine gefederte Sattelstütze.

Ein Standard-Ahead-Vorbau ist mit entsprechender Distanzhülse zwar auch am Tandem montierbar, bietet aber meist weder die erforderliche Länge noch die Verstellbarkeit, die der Stoker für eine wirklich angenehme Sitzposition braucht. Spezielle Stoker-Vorbauten sind dafür in der Länge meist zwischen ~180 und ~250mm verstellbar. Zusätzlich ist ihre Neigung für die Montage an der Sattelstütze des Piloten angepasst.

Tandem Stoker gefederte Sattelstütze Airwings
Die gefederte Airwings-Sattelstütze entschärft die Härten unerwarteter Schläge.

Außerdem empfiehlt es sich, den Platz des Stokers mit einer gefederten Sattelstütze auszustatten, da er Schlägen und Stößen von der Fahrbahn meist unmittelbar und ohne Vorwarnung ausgesetzt ist.

Besondere Anforderungen an die Bauteile

Der Rest eines Tandems entspricht im Grunde zum größten Teil dem Aufbau eines gewöhnlichen Fahrrades: Man braucht eine Schaltung, Bremsen und zwei Laufräder, dazu Anbauteile nach Bedarf (z.B. Gepäckträger und Lichtanlage).

Allerdings sollten vor allem belastete Bauteile dem höheren Systemgewicht eines Tandems Rechnung tragen und entsprechend stabil ausgewählt werden. Besonders die Wahl des Bremssystems und der Aufbau der Laufräder verdienen hier eine nähere Betrachtung.

Die Laufräder

Bei unserem Zwei-Plus-Zwei Tandem waren werkseitig zwar durchaus Standard-Laufräder montiert, zum Glück jedoch mit sehr guten Hohlkammer-Felgen und je 36 verstärkten Speichen. Dank des Aufbaus mit vierfach gekreuzten Speichen waren diese auch immer ausreichend stabil. Die Laufräder haben unsere Radreisen ohne Speichenbruch und nennenswerte Seitenschläge überstanden.

Die Lager der eher einfachen Shimano-Deore-Naben haben der hohen Belastung auf Dauer jedoch nicht standhalten können. Als ich sie kürzlich zur Wartung zerlegen musste, konnte ich das aufgrund des rauen Laufes schon ahnen. Der Blick ins Innere offenbarte dann geradezu Auflösungserscheinungen. Die Laufbahnen waren vorne und hinten völlig fertig. Das Kugellager-Fett schimmerte schon metallisch.

Stronglight Tandem Kurbeln seblog.de
Die Schaltung gehört zu den wenigen Komponenten, die beim Tandem nicht stärker beansprucht werden.

So durfte ich beide Laufräder erst aus- und danach mit neuen Naben wieder einspeichen, natürlich vierfach gekreuzt. Was für ein Spaß!

Die Bremsen

Schon seit ihrem Durchbruch als neongelbe Raceline-Mountainbike-Bremse Anfang der Neunziger Jahre, bin ich ein Fan der hydraulischen Felgenbremsen von Magura. Auch an unserem Zwei Plus Zwei Red waren diese tollen Bremsen bereits werksseitig montiert. Das dosierte Abbremsen des höheren Systemgewichts eines Tandems war damit auch in Zeiten schon möglich, als Scheibenbremsen noch allein motorisierten Gefährten vorbehalten waren.

Und obwohl wir die allermeisten unserer Tandem-Kilometer auf Reisen mit mehr als 30 kg Zuladung absolviert haben, haben uns diese zuverlässigen Kneifer immer genügt. Mehr Pflege als einen Wechsel der Beläge haben sie dabei nie verlangt.

Tandem-Technik und Systemgewicht

Es versteht sich irgendwie von selbst, dass ein Fahrrad für zwei Fahrer etwas schwerer ist als ein gewöhnliches. Viel bedeutender in Hinsicht auf die Haltbarkeit des Tandems ist jedoch die Belastung durch das doppelte Fahrergewicht, dem schon nach Spezifikation nicht alle Standard-Komponenten gewachsen sind.

Tandem Technik seblog.de
Unser Tandem begegnet dem hohen Systemgewicht auch mit üppigen Rohrdimensionen.

Wir haben auch zusammen jedoch nie mehr als 120 kg Körpergewicht auf das Rad gebracht, die längste Zeit nicht einmal 110. Insgesamt waren wir also selbst auf unseren Radreisen noch in einem Bereich von etwa 160-170 kg Systemgewicht unterwegs (Pilot 65, Stoker 45, Tandem 20, Gepäck 30). Ein solchen Wert erreicht heute mancher E-Biker vielleicht auch allein.

Der aktuelle Neuaufbau unseres Tandems

Da neue Radreisen mit unserem Tandem zunächst noch nicht anstehen, fielen dem Neuaufbau als erstes die umfangreichen Gepäckträger vorne und hinten sowie die Schutzbleche zum Opfer.

Die typischen Verschleißteile des Antriebs, wie Ritzelpaket, Kettenblätter und Ketten sahen nicht mehr wirklich gut aus. Und mit den alten, irgendwie billig gemachten, Kurbeln bin ich sowieso nie warm geworden. Deswegen entschloss ich mich zu einer kompletten Erneuerung des Antriebsstranges. Die neuen Stronglight Impact Tandem Kurbeln gefallen mir schon viel besser.

Der nervigste Part des Aufbaus war allerdings die Erneuerung der defekten Naben, da ich dafür beide Laufräder neu einspeichen musste. Komplett neue Laufräder hätte ich aber auch selbst bauen müssen. Keinesfalls wollte ich bei diesem Rad nämlich auf die bewährte, vierfach gekreuzte, Speichung verzichten.

Aus alt macht neu - Tandem seblog.de
Manches musste, vieles wollte erneuert werden: Zwei Plus Zwei Red im Jahr 2020.

Außerdem ließ sich die vordere Teleskop-Sattelstütze nicht mehr verstellen und musste ersetzt werden. Dazu drängte sich die gleichzeitige Erneuerung der hinteren Lenker- und Vorbau-Kombination geradezu auf. So konnte ich statt der schweren Teleskopstütze und dem einfachen Stokervorbau gleich drei deutlich leichtere und bessere Komponenten auswählen, die sowieso untereinander kompatibel sein müssen.

Abgerundet wurde der Neuaufbau mit einem Satz neuer und ziemlich komfortabler Schwalbe Ballon-Reifen sowie je einem Brooks Cambium C17 Carved Sattel. Die ersten Reaktionen meiner Frau in Sachen Fahrkomfort sind vielversprechend.

Jetzt müssen wir nur wieder mehr mit unserem runderneuerten Tandem fahren 🙂

6 Antworten auf „Tandem Technik (2)“

  1. Vieles können meine Partnerin und ich bestätigen.Wir haben bei unserem Stevens die Bremsen von Einkochen auf Zweikolbenbremse umgerüstet.Die Bereifung kommt auch Schwalbe, Super-Moto X 2.4×27,5 mit dem den Komfort bzw. die Performance sehr gut über den Luftdruck einstellen können.Leider neigt er, in schneller Fahrt durch eine enge Kurven ,in die Kurve zu kippen.Das hoffe ich durch die nächst größere Reifendimension ( Breite ) in den Griff zubekommen.Bei der Lenkeraufnahme, für den Heizer, habe ich mir eine Welle gedreht.Einmal mit dem Durchmesser für die Aufnahme und am anderen Ende mit dem Durchmesser das ich dort jetzt mit einem normalen Lenkervorbau ganz viele verstell Möglichkeiten habe.In unserem Fall konnte ich mit dieser Welle und einem Bmx Vorbau meine Heizerin sehr zufrieden stellen und zum Schraubergott habe ich mich dann mit einer ,günstigen, nicht gekröpfte und mit verstellbarer Stahlfeder ausgestattete Sattelstütze verbaut habe. Das wird dann noch mit zwei Terry Sättel abgerundet.Als Gewichtsreduzierung haben wir uns gekröfte Vollcarbon Lenker gegönnt und Ergon Griffe montiert.Übrigens übernimmt bei uns der Heizer das klingeln

    1. Hallo Klaus,

      So eine eigene Drehbank habe ich leider nicht, wäre verbunden mit dem nötigen KnowHow aber sicher praktisch, gerade in Bezug auf geeignete tandemspezifische Teile, die immer irgendwie rar sind. Das mit der Klingel ist gar keine schlechte Idee . Am besten vorne und hinten eine.

      Beste Grüße
      Sebastian

  2. Hallo Sebastian,
    wirklich schön gemachter Blog und sehr interessante Ausführungen zum Tandem. Damit habe ich mich bislang noch nicht beschäftigt, wer weiß, vielleicht fliegt mir ja mal eines zu.
    Zu Deinem Nabenproblem: Es kann schon sein, dass die Deore-Naben den im Vergleich zum normalen Rad höheren Belastungen nicht standgehalten haben, aber das glaube ich nicht. Die Naben sind werkseitig zu stramm eingestellt und wenn man den Schnellspanner zudem stark anzieht, mahlen sich die Konen in sehr kurzer Zeit kaputt. Dazu kommt eine werkseitig viel zu sparsame Fettpackung.
    Ich schraube viel und gerne privat an meinen zahlreichen Rädern und mache gerne und viele alte MTB-Naben auf, insbesondere bei den Vorderradnaben ist die von Dir beschriebene Problematik eher die Regel als die Ausnahme.
    Jede neue Shimano-Nabe gehört meiner Ansicht nach geöffnet, gefettet und perfekt eingestellt. Mit etwas Spiel, der Schnellspanner erledigt den Rest.
    Viele Grüße aus dem westlichen Münchner Umland!
    Roland

    1. Hallo Roland,

      Ich finde Deine Beobachtung zur Voreinstellung der Naben sehr interessant. Und jetzt, da ich durch Dich erinnert werde, fällt mir auch ein, dass ich davon schon an anderer Stelle gelesen habe. Ich werde in Zukunft stärker darauf achten. Das Thema der Klemmung durch den Schnellspanner kenne ich von meinen klassischen Rennrädern nur zu gut, da merkt man beim Drehen der Laufräder zumindest sofort, wenn einer zu fest angezogen ist. Danke für diese wirklich hilfreiche Ergänzung und schön, dass Du hierher gefunden hast.

      Beste Grüße von der gegenüberliegenden Seite des Münchner Umlands!

      Sebastian

  3. Hi Sebastian,

    schöner Bericht zum Thema “Tandem”! Wir haben zwar kein MTB-Tandem, dafür aber ein Renntandem von Poison Bike (Typ Dioxin), dass wir wahlweise als Trainings- oder Tourenrad benutzen. Der Rahmenhinterbau gibt zwar nicht mehr als 28mm starke Reifen her, aber das reicht uns auch für Touren auf Feld- und Waldwegen. Als gelernter Cyclocrosser komme ich auch mit eher schmalen Reifen auf unebenen oder losen Untergrund ganz gut zurecht.

    Um das Rad an die entsprechenden Einsätze anzupassen, habe ich mir neben dem sehr robusten, aber auch schweren Werkslaufradsatz zwei weitere Laufradsätze gebaut. Unser Standardsatz für Touren mit und ohne Gepäck hat Shimano Deore XT-Naben (Modell M-756-A) in 36 Loch vorne wie hinten. Die Naben laufen bis jetzt (rund 2.000 km) einwandfrei und kommen auch mit dem höheren Drehmoment problemlos zurecht. Die Lagerung der neu gekauften Naben war aber out-of-the-box deutlich zu stramm eingestellt. Ich hab das mit Shimano-Naben schon häufiger erlebt. Ich denke, die meisten Naben von Shimano sterben genau deswegen den Lagertod.

    Die optimalen Naben für’s Tandem, wenn man mit 135mm Achsbreite leben muss, ist für mich die American Classic MTB 225. Das Konzept der beidseitig steil stehenden, aber dafür symmetrischen Speichung sowie die selbstsperrenden sechs Sperrklinken im Freilauf sind für mich überzeugend. Ich habe damit einen Laufradsatz für Straßeneinsätze gebaut, der mit 32 Speichen (vorne Sapim Strong/Race; hinten Sapim Strong; Alunippel rundum) und Felgen von Remerx (Taurus 5014) schön leicht und trotzdem sehr stabil ist. Vor allem die seitliche Stabilität des Hinterrades ist sehr hoch. Dabei kommt der Laufradsatz ohne Felgenband, Reifen, Schnellspanner, Zahnkranz und Bremsscheiben auf 2.043 g. Als Vorderradnabe habe ich die American Classic MTB 130 genommen.

    VG, Florian

    1. Hallo Florian,

      Ja, ein Renntandem würde ich schon auch gerne mal fahren – und das Poison soll ja gar nicht schlecht sein. Aber wir hatten unseres eben hauptsächlich für Reisen genutzt und da hat sich die Robustheit auch absolut bewährt. Außerdem passte es einfach perfekt zu uns zwei „Kleinen“. Einen Rennlenker allerdings vermisse ich vorne wirklich, aber der harmoniert eben nicht mit den Maguras.

      Danke auch für den Tipp mit den American Classic Naben, die sind interessant. Aktuell müssen wir aber erstmal wieder etwas mehr damit fahren, bevor ich weiter investiere . Freut mich, dass Du hierher gefunden hast!

      Beste Grüße
      Sebastian

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