Was für ein Rennen!

Mailand – San Remo 2017.

Einer Perlenkette gleich schlängelt sich der Rest des Pelotons den sanften, lang gezogenen Anstieg zum Poggio di San Remo hinauf. Obwohl nur 160 Meter hoch, bietet er alljährlich die Kulisse für den Showdown der Classicissima, dem ersten echten Frühjahrsklassiker im Rennkalender der Radprofis.

Das Tempo ist sehr hoch und trotzdem scheint die Steigung aufgrund der Leistungsdichte im Feld wieder einmal zu sanft für eine entscheidende Selektion. Wird es also wieder zu einem Sprint des Feldes kommen, wie schon so oft in jüngeren Jahren?

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Februarrunde

Noch vor einer halben Stunde völlig undenkbar, scheint plötzlich alles zu stimmen. Das leichte aber stetige Brausen des Windes in den Ohren – es ist gewichen. Das sanfte Brennen in den Oberschenkeln – vergessen. Und die gerade noch so kalten Füße und Hände? – Sie senden leicht gribbelnde Lebenszeichen.

Die silbern funkelnden Lichtstrahlen, der sich in der Vorderradnabe spiegelnden Februarsonne, sie ziehen Tom in ihren Bann. „Wie konnte sich schwarz in der Gestaltung moderner Naben nur durchsetzen?“ Er wird das nie begreifen.

Wunderbar mischen die 32 doppelt endverstärkten Speichen des Vorderrades jetzt im sonnigen Glitzerspiel mit und berauschen den mit Rückenwind dahingleitenden Rennfahrer mit dem leisen Klang der gerade so berauschenden Geschwindigkeit.

Ist es das, was er so liebt an diesem Sport?

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Blue Steel

Mit seinem himmelblauen Lack, in dezentem Perlmutt-Effekt ausgeführt und auch nach fast 40 Jahren noch annähernd makellos, hat mich das Centurion Semi Professional schnell verführt. Ich konnte nicht anders. Ich musste es kaufen.

Centurion Semi Professional (1978)

Die verchromten Muffen und der vom Werk aus sparsame Einsatz von Schriftzügen (Decals) tragen zusätzlich zur schlichten Eleganz dieses neuen Rahmens für meine kleine Rennrad-Sammlung bei.

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Erinnerungen an den Sommer 1992

Ein Rückblick auf die ganz große Freiheit.

Wir haben uns heute Morgen in Nördlingen auf unsere vollbepackten Räder geschwungen – zwei notdürftig mit Gepäckträgern zum Reiserad umgerüstete Rennräder. Dabei haben wir nur das Nötigste. Ein Rennrad ist kein Packesel.

Neben einem kleinen Zelt, Schlafsäcken, zwei Pappdeckel-dünnen Alumatten, Kocher und Werkzeug ist nur noch wenig Raum für Kleidungsstücke. Egal, es geht in den Süden. Unser Ziel ist Sizilien.

Zeit und Energie haben wir, gerade 18-jährig, in Hülle und Fülle. Geld dafür umso weniger. Und gerade letzteres erweist sich als großer Glücksfall. „Erinnerungen an den Sommer 1992“ weiterlesen