In Velo Veritas 2019

Schon als Kind wurde mir eingeschärft, dass man bei Gewitter besser nicht auf einem Fahrrad sitzt. Dass eines aus Stahl dabei noch weniger vorteilhaft ist, war damals obsolet. Die klassischen Rennräder um mich herum, mittendrin bei der In Velo Veritas, sind das natürlich auch, nur scheine ich gerade der einzige zu sein, den das bekümmert. Fast gleichzeitig bohren sich zwei krelle Blitze senkrecht in den Bergrücken vor mir. Eins, zwei… und schon brüllt der Donner gegen das Prasseln des Regens an…

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Japanische Zurückhaltung: Tsunoda

Japanische Zurückhaltung: Tsunoda
Toller Japaner: Tsunoda aus den 1970ern.

Nach all den Jahren, in denen ich mich jetzt schon mit klassischen Rennrädern beschäftige, kann ich eines klar sagen: Ich habe eine besondere Vorliebe für japanische Rennräder und Komponenten.

Als sich mir kürzlich die günstige Gelegenheit bot, ein ziemlich seltenes Tsunoda Rahmen-Set aus Mitte der 1970er Jahre zu kaufen, habe ich nicht lange gezögert. Also keine Sekunde.

Mit seiner zurückhaltenden Farbgebung, den Chrommuffen und nicht zuletzt dem tollen Erhaltungszustand hat es mir sofort gefallen. „Japanische Zurückhaltung: Tsunoda“ weiterlesen

Die Eierlegende Rollmichsau

Das perfekte Fahrrad, aka die Eierlegende Rollmichsau.

Kürzlich bin ich über das Bild einer schönen Randonneuse gestolpert und sofort daran hängen geblieben. Diese Mischung aus Renn- und Reiserad zieht mich einfach magisch an, obwohl ich selbst nur in selten Bedarf für ein Randonneur-Rennrad habe, wie es hierzulande meist genannt wird.

Wahrscheinlich kann ich mich dieser Gattung Räder deswegen nicht entziehen, weil sich für mich darin gleich zwei Sehnsüchte ausdrücken. Zum einen die Suche nach dem perfekten Fahrrad und zum anderen die große Freiheit einer ausgedehnten Radfahrt. „Die Eierlegende Rollmichsau“ weiterlesen

650b-Randonneur im zweiten Anlauf

Kaum ein Fahrradtyp kann mich so in seinen Bann ziehen, wie ein leichtes Reiserad mit Rennlenker. Ähnlich dem Aufbau der klassischen Randonneur Rennräder, wie sie viele Langstreckenradler seit Jahrzehnten schätzen.

Wenn ein derart gestaltetes Reise- oder Ranndoneur-Fahrrad dann noch auf einem klassischen Rennradrahmen aus Stahl basiert, dann fühle ich mich wirklich abgeholt in meinen Vorstellungen vom perfekten Rad.

Doch was hat das eigentlich mit dem Laufradmaß 650b zu tun? „650b-Randonneur im zweiten Anlauf“ weiterlesen

Gestatten: Wagner. Schick und schnell.

Ende letzten Jahres stolperte ich über eine Kleinanzeige, in der ein unauffälliges, aber irgendwie anziehendes Rennrad des Rahmenbauers „Hardo Wagner“ angeboten wurde. Hardo Wagner war mir bis dahin völlig unbekannt und ich begann ein wenig zu recherchieren.

Zunächst fand ich nicht viel mehr heraus, als dass es sich bei Hardo Wagner offenbar um einen norddeutschen Rahmenbauer handelt, der vor allem unter Reiseradlern einen wirklich guten Ruf genießt.

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650b-Umbau: Ein Rennrad zum Reisen

Vom Rennrad-Klassiker zum Reiserad

Schon seit längerem halte ich Ausschau nach einem schönen Stahlrahmen mit Ösen, auf dessen Basis ich mir einen klassisch angehauchten Light-Tourer bzw. ein reisetaugliches Rennrad aufbauen kann.

Bereits meine ersten Radreisen habe ich mit dem Rennrad und notdürftig angeflanschtem Gepäckträger unternommen und diese Idee des „leichten“ Reisens fasziniert mich bis heute. Nur „notdürftig“ möchte ich die Ausstattung heute nicht mehr. „650b-Umbau: Ein Rennrad zum Reisen“ weiterlesen

Blue Steel

Mit seinem himmelblauen Lack, in dezentem Perlmutt-Effekt ausgeführt und auch nach fast 40 Jahren noch annähernd makellos, hat mich das Centurion Semi Professional schnell verführt. Ich konnte nicht anders. Ich musste es kaufen.

Centurion Semi Professional (1978)

Die verchromten Muffen und der vom Werk aus sparsame Einsatz von Schriftzügen (Decals) tragen zusätzlich zur schlichten Eleganz dieses neuen Rahmens für meine kleine Rennrad-Sammlung bei.

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