Peugeot PY 10 CP (1977)

Im Sommer 1977 fuhr der Franzose Bernard Thevenet auf einem silbernen Peugeot PY 10 CP den bisher letzten von insgesamt zehn Tour-de-France Gesamtsiegen für den großen französischen Fahrradhersteller Peugeot ein.

Als ich im Frühjahr die Chance bekam, einen solchen silbernen Rennradrahmen in ungefahrenem Zustand und meiner Größe zu erwerben, zögerte ich nicht lange.

Schon mein erstes echtes Rennrad trug doch den Schriftzug Peugeot und hätte ich mir zuletzt ein Peugeot Rennrad aussuchen dürfen, dann wäre es eben dieses seltene PY CP mit den eigenwilligen Anlötsockeln für die Mafac Special Bremsen gewesen, die es nur von 1975 bis 79 gab.

Das Rad-Universum meinte es mal wieder gut mit mir…

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Bianchi Specialissima

Es gibt eine gute Handvoll Rennräder, die in keiner richtigen Rennrad-Sammlung fehlen dürfen. Ein Bianchi Specialissima im Farbton celeste gehört ganz sicher dazu.

Ein hochwertiges Rennrad von Bianchi aus den Siebziger-Jahren stand zwar schon ein paar Jahre auf meinem Wunschzettel, aber richtig gesucht habe ich danach nie. Dank eines Mitstreiters, dem seines zu klein war, hat mich trotzdem eines gefunden. Und so drehe ich seit März einen erheblichen Teil meiner Runden auf einem Bianchi Specilissima aus dem Jahr 1975. Und das macht richtig Spaß…

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Rennrad Blog

L'Eroica in der Nacht

Gestern Abend musste ich wieder einmal Sir Arthur Conan Doyle bemühen. Ich war fertig von einer bis dahin harten Woche. Also rauf auf das Rennrad, mit im Sonnenlicht glitzernden Speichen über die Straße gejagt, und dabei an nichts anderes mehr gedacht, als meinen runden Rund.

Zugegeben, das ist nicht mehr so nahe am Originalzitat, aber ich bin sicher, der gute Mann fühlte schon vor langer Zeit genau das Gleiche.

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Kirschblüten Radklassik

Kaltstart in die Saison.

Der Wind treibt immer wieder dunkle Wolkenfelder über den Himmel, als ich am Sonntagmorgen auf den Stadtplatz in Eferding (Oberösterreich) einbiege und zu meiner großen Freude nicht nur ein Startzelt vorfinde, sondern auch freie Parkplätze.

Es ist ein echter Vorteil der eher kleinen Veranstaltungen, gerade auf dem Lande, dass man sich im Grunde auf nichts vorbereiten muss. Man kann einfach anreisen und müsste sich im Grunde nicht einmal vorher anmelden. Letzteres habe ich natürlich trotzdem getan. Wer weiß, ob ich sonst so früh am Morgen aus dem Bett gekommen wäre.

Kaum habe ich den Motor aus, strahlt mir die Sonne einladend durch die Windschutzscheibe ins Gesicht. So ist der April, gerade noch dunkel und wolkenverhangen,  jetzt schon sonnig und… kalt.  Das Außenthermometer zeigt 7 Grad. „Kirschblüten Radklassik“ weiterlesen

Japanische Zurückhaltung: Tsunoda

Japanische Zurückhaltung: Tsunoda
Toller Japaner: Tsunoda aus den 1970ern.

Nach all den Jahren, in denen ich mich jetzt schon mit klassischen Rennrädern beschäftige, kann ich eines klar sagen: Ich habe eine besondere Vorliebe für japanische Rennräder und Komponenten.

Als sich mir kürzlich die günstige Gelegenheit bot, ein ziemlich seltenes Tsunoda Rahmen-Set aus Mitte der 1970er Jahre zu kaufen, habe ich nicht lange gezögert. Also keine Sekunde.

Mit seiner zurückhaltenden Farbgebung, den Chrommuffen und nicht zuletzt dem tollen Erhaltungszustand hat es mir sofort gefallen. „Japanische Zurückhaltung: Tsunoda“ weiterlesen

Gravel-Bike in klassisch: Empella Turbo CX

Empella Turbo Cross (1980)

Passend zum Ende des vergangenen Jahres hat mich noch einmal der Teufel geritten. Ich habe spontan einen ziemlich verlebten Cyclocross-Klassiker gekauft. Ein Empella Turbo CX Rennrad aus Anfang der Achtziger Jahre.

Das Rad sah so erbärmlich aus, dass der Hermes-Bote seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen fest damit rechnete, dass er es wieder mitnehmen müsste. Doch der jämmerliche Zustand war einkalkuliert und so nahm meine Frau dem Armen das Stück Altmetall mit vielsagendem Blick ab.

Wenige Wochen später erstrahlt es zwar nicht in jungfräulichem Glanz, aber ein paar schöne Stunden auf losem Grund sind wieder drin damit, und das ganz ohne Sorge vor Lack-Abplatzern… „Gravel-Bike in klassisch: Empella Turbo CX“ weiterlesen

Wir sehen uns in Gaiole

L’Eroica Gaiole 2018.

Vom Genuss des frisch gegrillten Bistecca alla Fiorentina zeugt nur noch ein knöcherner Rest auf meinem Teller. Die zwei italienischen Rennrad-Klassiker neben dem Esstisch (von Olympia und Drali) sowie die Wolltrikots der Gastgeber sorgen für Radsportatmosphäre im Wohnzimmer des toskanischen Landhauses, in dem wir heute Abend zu Gast sind.

Ein köstlicher Chianti (nell’ arte Barone di Ricasoli) schmeichelt meinem Gaumen und sorgt zusammen mit der netten Gesellschaft für seelisches wie körperliches Wohlbefinden.

Es könnte mir gerade kaum besser gehen… „Wir sehen uns in Gaiole“ weiterlesen

Kriterium

Radrennen am Wochenende

In einem Stimmungsgemisch aus routinierter Melancholie und Anspannung sitze ich auf der Ladekante meines Ford Fiesta und massiere mir eine wärmende Öl-Lotion auf meine von der zweistündigen Autofahrt schwer gewordenen Beine.

Der Duft von Latschenkiefer und Menthol verbindet sich mit dem von Gummi und Kettenöl und signalisiert meinem Körper, dass es mit der Ruhe bald vorbei sein wird. „Kriterium“ weiterlesen