L’Eroica Gaiole

Mein Blick versucht nur noch die 10 Meter vor dem tanzenden Vorderrad zu erfassen, doch je länger es auf dieser ruppigen Geröllpiste bergab geht, desto schwerer fällt es meinem Kopf die Informationen zeitnah zu verarbeiten.

Das Bild verschwimmt und ich versuche mein Vorderrad krampfhaft gerade zu halten. Dann bin ich unten. Den Kopf schütteln, die Nackenmuskulatur lockern und schon geht es wieder bergauf. Steil, lang und auf losem Untergrund.

Einen Schluck staubiges Wasser aus dem Bidon und weiter – ich sollte den ersten Mund voll wirklich besser ausspucken, so viel Staub enthält er – aber das ist mir längst egal.

 

 

Ich bin bei der Eroica in Gaiole, einer „Altherrenausfahrt auf historischen Rädern“. Doch schon seit ich heute morgen um halb sieben aufgebrochen bin, erinnert mich das Ganze mehr an eine Mischung aus Ötztaler Radmarathon und einem handfesten Gravel-Race.

Nur dass mein Rennrad schon 39 Jahre auf den schmalen Felgen hat und dass ich mit 42-26 wohl nicht zum Ötztaler gefahren wäre.

Wundertüte Eroica

In denn mehr als 30 Jahren, die seit meinem ersten Rennradkauf vergangen sind, habe ich so einiges auf schmalen Reifen erlebt. Dennoch hat mich meine erste Teilnahme bei der Eroica Gaiole im Chianti  noch einmal wirklich überrascht, und das im positiven Sinn.

Ich wusste um die internationale Aufmerksamkeit für die Eroica, dennoch hat mich zum Beispiel das Ausmaß des Festivals, das die Veranstaltung umrahmt, in Staunen versetzt. Ebenso die Größe des Marktes, die großartige Vielfalt und Authentizität der Teilnehmer, deren Entspanntheit,  und…

im besonderen Maße die sportliche Herausforderung der längeren Strecken.

Aber der Reihe nach.

Warum musst Du zur Eroica?

Diese Frage konnte ich Anfang Januar bei der obligatorischen Voranmeldung nicht nur in den Augen meiner Frau lesen, ich habe sie mir angesichts des Aufwands schon auch selbst gestellt.

Der Anmeldeprozess ist aufwändig, erfordert eine Voranmeldung im Januar, die endgültige Anmeldung zu den sog. click-days ein paar Wochen später und sogar eine Bescheinigung vom Arzt, dass man gesundheitlich einer solchen Radsportveranstaltung gewachsen ist.

Dazu kommt die weite Anreise, in meinem Fall immerhin noch 700 Kilometer, für die ich gut 9 Stunden gebraucht habe. Man sollte mindestens für den Tag danach Urlaub planen und natürlich stellt sich auch die Frage nach der Unterkunft, die ich dank eigenem Campingbus jedoch vernachlässigen konnte. Wer eine feste Unterkunft sucht, sollte dies frühzeitig tun.

Doch zur Antwort auf die eingangs gestellte Frage:

Im Januar lautete sie, weil es sie gibt und weil sie in meinen Palmarés noch fehlt. Sie bietet außerdem ein Ziel für den Aufbau eines passenden Rennrades (BJ vor 1987 ist Pflicht!). Und außerdem eines für die zumindest teilweise Wiederbelebung der früheren Form.

Nicht zuletzt zieht sie offensichtlich alle, die schon dort waren, Jahr für Jahr auf ein Neues an. Retrospektiv kann ich noch ergänzen, dass die Streckenbeschaffenheit und -führung ebenso einmalig ist, wie die Atmosphäre in dem kleinen toskanischen Ort.

Mittlerweile bin ich sowieso infiziert – vom Eroica-Virus genauso wie vom Klassiker-Virus.

Das Eroica Festival

Die Eroica stand für mich bisher einfach für eine Radsportveranstaltung, bei der man mit alten, klassischen Rennrädern startet, so wie der Ötztaler Radmarathon eben für die alpine Herausforderung auf dem Rennrad steht.

Doch die Eroica ist viel mehr als ein sportlicher Radausflug mit alten Rädern. Bei der Eroica in Gaiole trifft sich eine ganze Szene aus Sammlern, Händlern und Fahrern klassischer Rennräder, und das in einem kleinen Ort im italienischen Nirgendwo. Jedenfalls kam es mir bei meiner nächtlichen Anreise so vor. Die letzten 20 Kilometer wurden die Straßen immer enger und dunkler.

Obwohl das Festival erst am Freitag so richtig los geht, beginnt das Treffen der Szene schon Tage vorher. Nicht wenige verbringen da schon Tage vor Ort mit persönlichen Treffen, Einkäufen und dem ausgiebigen Genuss der toskanischen Küche ohne später überhaupt an der Eroica selbst teilzunnehmen.

Gaiole gleicht während des Festivals einem großen Marktplatz. Ein Aussteller berichtete mir von 140 Ständen, an denen alte Fahrradteile, Rennradklassiker, das passende Outfit und natürlich auch Kulinarisches angeboten wird.

Der Teile- und Rädermarkt überforderte mich mit seinem großen Angebot komplett, ich wusste vor Teilen und Rädern gar nicht, wohin ich zuerst schauen sollte und so kam es, dass ich letztlich gar nichts gekauft habe.

Eigentlich unglaublich, wenn ich bedenke, welchen Reiz alte Rennräder und zeitgemäße Komponenten auf mich ausüben. Zudem war das Angebot natürlich stark italienisch geprägt, und das entspricht derzeit nicht unbedingt meinem Beuteschema. Japanische Teile – etwa von Suntour – habe ich fast gar nicht gesehen.

Zu alledem gab es abends jede Menge laute Musik, volle Kneipen und gut gelaunte Radsport-Enthusiasten.

L’Eroica – Gravel-RadMarathon auf alten Rädern

Der Höhepunkt ist natürlich die eigentliche Ausfahrt am Sonntag, die man sich im Grunde wie einen klassischen Radmarathon vorstellen kann, nur dass zwei Drittel davon auf Naturstraßen gefahren werden, die nur wenig mit unseren Forststraßen gemein haben, und eben auf mindestens 30 Jahre alten Rädern.

Ein Retro Gravel Race könnte man es „Neu-Deutsch“ nennen , was offenbart, dass die meisten Modeerscheinungen einfach nur Althergebrachtes neu interpretieren.

Da ich, nach einem guten Start ins Frühjahr, im Sommer krankheitsbedingt mehrere Wochen pausieren musste und danach vielleicht noch 500 Trainingskilometer gesammelt hatte, war ich schon mit dem Vorsatz angereist, nur die mit 135 Kilometern angegebene mittlere Strecke unter die Räder zu nehmen.

Endgültig manifestierte sich dieser Plan bei einer kleinen Ausfahrt mit erfahrenen Eroica Veteranen am Vortag, die mir durchweg zur 135 Kilometer-Variante rieten und sich diesmal auch selbst darauf beschränkten, obwohl sie einen gut trainierten Eindruck bei mir hinterließen. Mehr als  200 km auf Naturstraßen in diesem Terrain erschienen mir im bestehenden Trainingszustand einfach unvernünftig.

Meine erste Eroica

So konnte ich mir am Morgen auch Zeit lassen und brach erst um 6:40 Uhr statt schon um 5 Uhr auf. Angesichts der morgendlich kühlen Temperaturen und der Tatsache, dass ich trotzdem noch eine halbe Stunde Licht benötigte, eine wohltuende Sache.

Schon der erste Schotterabschnitt, oder wie man vor Ort sagt der „strade bianche“, zauberte mir ein Dauer-Grinsen ins Gesicht. Die Sonne ging gerade auf, und der erste Naturstraßenabschnitt schlängelte sich durch atemberaubende Landschaft überwiegend bergab.

Vorher war es noch im Dunkeln die ersten Kilometer auf Asphalt sanft bergauf gegangen, ideal zum warm werden.

Kurz später dachte ich zum ersten Mal, dass eine solche Strecke bei uns aus Sicherheitsgründen gar nicht genehmigungsfähig wäre. In den steilen und holprigen Abfahrten auf Schotter war ich dankbar dass ich jede Schraube meines Rennrades selbst begutachtet und montiert hatte. Schnell bedeckte eine dicke Staubschicht Rad und Fahrer und sorgte für ein wenig Paris-Roubaix Feeling.

Bis Siena ging es auf und ab im stetigen Wechsel zwischen Natur- und Landstraßen. Die Steigungen waren durchaus ruppig und angesichts meiner Klassiker-typischen originalen Übersetzung von 42-26 am Rad der Wahl, meinem Centurion Semi Professional von 1978, gesellten sich erste Zweifel zum ansonsten anhaltenden Grinsen. Würde ich später in einem der steilen Schotterabschnitte auch noch vom Rad müssen?

Die Verpflegung

Nach knapp 50 Kilometern erreichte ich bestens gelaunt die erste Verpflegung, wo mir die große Starterzahl (7000 verteilt auf die verschiedenen Strecken) erstmals vor Augen führte, dass die Teilnehmer-Beschränkung und der aufwändige Anmeldeprozess durchaus Sinn machen. Hier ging es eng zu, aber trotzdem schon üppig. Ein paar Dolce und ein Salamibaguette – dazu warmen Tee – und weiter ging es.

Deutlich ausführlicher würde ich die folgenden Verpflegungen bei Kilometer 95 und 120 nutzen, die mich mit köstlichen Suppen und meinem neuen Favoriten, nämlich Weißbrot mit Olivenöl und Salz, beglückten. Auch Rotwein wurde gereicht, doch den verkniff ich mir angesichts der beachtlichen Anstrengungen bis zum Schluß.

Auf dem Weg zur ersten Kontrollstelle mit Stempel – die Eroica wird im Randonneursstil mit einem Tourenbuch gefahren – musste ich dann doch das erste Mal vom Rad. Drei Meter schmal auf losem Untergrund ging es steil bergauf und an den schon schiebenden Mitstreitern vor mir führte kein Weg mehr vorbei.

Ich wäre  aber auch ohne die Blockade kaum fahrend hoch gekommen, dazu war der Untergrund einfach zu locker. Und was ich vom Mountainbiken im Gebirge schon kannte, bestätigte sich auch hier: auch Schieben ist nicht wirklich entspannend.

Jetzt ging es erstmals etwas weniger ruppig durch die Postkarten-Landschaft zwischen Siena und Montalcino und die Kilometer bis zur zweiten Verpflegung in Asciano vergingen wie im Flug. Auch wenn das Terrain hier etwas weniger steil war, wurde Windschattenfahren trotz zahlreicher Mitstreiter nie eine wirkliche Option.

Nie hatte ich das Gefühl, dass ich eine Gruppe halten müsste um besser voran zu kommen. Angesichts des überschaubaren Tempos und des schwierigen Untergrunds zog ich ein paar Meter freie Sicht immer dem Hinterrad eines Mitstreiters vor.

Angenehme Nebenerscheinung für mich, ich konnte immer mein eigenes Tempo fahren. An meine Belastungsgrenze kam ich kurz später trotzdem.

Kampf am Monte Santa Maria

Den Weg hinauf – und zwischendurch leider immer wieder auch hinunter – nach Monte Santa Maria vergesse ich wohl nicht so schnell.

Mit knapp 100 Kilometern in den Beinen und der köstlichen Mahlzeit aus Asciano noch im Bauch brachte mich dieser nicht einmal 10 Kilometer lange Abschnitt seit langem mal wieder in die Nähe meiner echten Belastungsgrenze.

Aufgrund einer krankhaft erworbenenen Vergrößerung meines linken Herzmuskels (linksventrikuläre Myokardhypertrophie), entstanden durch die Kombination aus Ausdauersport im hohen Belastungsbereich und genetisch bedingt zu hohem Blutdruck, belaste ich mich nicht mehr aus und beschränke mich selbst bei etwa 85% meiner kardialen Leistungsfähigkeit.

Bis hierhin hatte das gut geklappt. Es ist letztlich nur eine Frage der Gewohnheit und ich mache das schon seit mehr als drei Jahren.

Doch auf diesen 10 Kilometern hinauf nach Monte Santa Maria kam meiner kardialen Belastbarkeit nur noch eine untergeordnete Rolle zu.

Ich konnte die 42-26 sowieso kaum mehr treten. Schon bei den zahlreichen Anstiegen davor hatte ich mit dieser Übersetzung sprichwörtlich in den Lenker gebissen.

Fast jeden Anstieg war ich komplett im Sitzen gefahren um erstens den Puls zu kontrollieren und um zweitens genügend Traktion auf dem losen Untergrund zu haben.

Daher gingen mir in diesem extrem schweren Abschnitt nicht nur langsam die Körner aus, auch mein Rücken quittierte mir den Gewaltakt jetzt mit schmerzhaft spürbarem Widerstand.

Das gemeine an diesem Abschnitt ist nicht nur die Steilheit und der sehr schlechte und lockere Untergrund in den Anstiegen. Zwischendrin geht es sogar immer mal wieder bergab, aber so steil, dass an Entspannung keine Minute zu denken ist.

Ein paar mal rüttelte mich die Waschbrettpiste derart durch, dass meine Augen beinahe nicht mehr mitkamen und ich die letzten Meter der jeweiligen Abfahrt – quasi im Blindflug – mit krampfhaft festgehaltenem Lenker absolvierte, nur um erneut vor einer unbezwingbaren Rampe zu stehen.

Wahrscheinlich musste ich in diesem Abschnitt noch zwei- oder dreimal vom Rad – genau weiß ich das nicht mehr. Die 85% Belastungsgrenze hatte ich dabei gar nicht mehr im Auge. Aber ich war zu diesem Zeitpunkt zum Glück sowieso nicht zu viel mehr fähig.

Neben den schwer zu befahrenden Strade Bianche lässt auch die Tatsache, dass die Abfahrten oft nicht weniger anstrengend waren als die Anstiege, die ca. 2300 Höhenmeter der 135er Runde in einem besonderen Lichte stehen.

Die ideale Distanz

Spätestens nach dem Monte Santa Maria war ich zumindest sicher, dass ich die mehr als 200 Kilometer der großen Schleife, bei der dieser Abschnitt noch später am Tag zu bewältigen war, sowieso nicht gepackt hätte.

Naja, irgendwie wahrscheinlich schon, aber unter dem Strich sicher nicht mit Genuss.

Eine weitere göttliche Verpflegungsstation sorgte für die nötige Stärkung auf den restlichen Kilometern, auch wenn mir der Blick ins Roadbook dort offenbarte, dass ich nicht nur 135 sondern tatsächlich 144 Kilometer zu absolvieren hatte. Auf ein paar Kilometer mehr kam es zum Glück nicht an.

Besten Mutes ging es auf die restlichen Kilometer, von denen die letzten 20 den ersten in umgekehrter Reihenfolge glichen. Wo ich am Morgen mit Dauergrinsen runter gefahren war, musste ich jetzt wieder hoch, aber davon ließ ich mir die Laune jetzt nicht mehr verderben, auch nicht vom nun einsetzenden Regen.

Bei der Einfahrt in Gaiole war klar. Die Eroica hat mich in ihren Bann gezogen. Nicht in erster Linie durch das Festival, den faszinierenden Markt oder die netten Mitstreiter. Zumindest nicht maßgeblich.

Die Strecke ist es, die ich unbedingt wieder fahren will.

Mein Rennrad

Mein himmelblaues Centurion hat mich den ganzen Tag nicht einmal im Stich gelassen. Es standen immer nur die anderen am Straßenrand und haben Reifen gewechselt und schlimmeres.

Die Wahl der 28mm Panaracer Pasela Reifen erwies sich als Treffer, ebenso wie die des nicht ganz zeitgemäßen Brooks Cambium Sattels, der mir jegliche Sitzbeschwerden oder Taubheitsgefühle trotz des Dauerbeschusses von unten ersparte.

Es ist schon schön, wenn man ein fast 40 Jahre altes Rennrad in mühevoller Kleinarbeit wieder zusammen sammelt, -kauft und -baut. Und am entscheidenden Tag glänzt es nicht nur optisch, sondern auch technisch.

Die Mitstreiter und Ihre Räder

Insgesamt etwas enttäuscht war ich von den Rädern mancher Mitstreiter.

Natürlich gab es insgesamt jede Menge schöner Radklassiker zu bewundern. Dennoch hatte ich irgendwie mehr echte Hingucker erwartet, mehr perfekte und seltenere Rennräder.

Nicht wenige Rennmaschinen waren völlig willkürlich zusammengeschustert, einige sogar ganz offensichtlich zu modern. Auch die zahlreichen Replikas können mich nicht wirklich begeistern, wenngleich ich den kommerziellen Hintergrund für die Hersteller durchaus verstehe und auch nicht verteufeln möchte.

So international wie die Räder war auch das Teilnehmerfeld, wahrscheinlich sogar noch internationaler, denn bei der Eroica Gaiole kommt auch die Masse der Räder ausländischer Teilnehmer aus Italien. In der Mehrzahl sah ich Räder von Bianchi, Masi oder Colnago, und ganz oft von mir unbekannten italienischen Manufakturen – bzw. von Händlern gelabelte. Bei den Komponenten dominierte, wie auch an den Ständen, Campagnolo das Geschehen.

Centurion habe ich kein weiteres gesehen, was mich doch etwas verwunderte, wenn ich bedenke, wie gefragt sie unter Sammlern hierzulande sind.

Gesprochen habe ich unterwegs mit Italienern, die gefühlt 70% der Mitfahrer ausmachten, mit Franzosen, Holländern, Amerikanern und einem Dänen. Und unvermeidlich natürlich mit den zahlreichen deutschen Mitfahrern, die wahrscheinlich die zweitgrößte Gruppe nach den Italienern stellten.

Am Schlechtesten war es sicher um das Material der Gastgeber bestellt, vielleicht fielen sie mir aber auch nur besonders auf, da sie immer gleich im Dutzend um einen zu wechselnden Reifen standen und mir durch ihre ungetrübt gute Laune auffielen.

Am professionellsten und stimmigsten ausgestattet waren meinem Eindruck nach die Holländer und Belgier. Nicht wenige wirkten wie direkt aus einem Radrennen der 70er oder 80er Jahre geschlüpft.

Mein Fazit zur Eroica Gaiole 2017

Großartig war es, und den Aufwand unbedingt wert. Ich bin froh und dankbar, dass ich die Eroica 2017 als Teilnehmer erleben durfte und schon heute fest entschlossen, auch 2018 wieder dabei zu sein.

Ich habe viele nette Menschen kennengelernt, mit denen ich die Leidenschaft zu alten Rennrädern und/oder sportlichen Herausforderungen teile. Ich habe die entspannte Atmosphäre rund um das große Event genossen.

Mit der Überforderung durch den umfangreichen Teilemarkt und der Wahl der kürzeren 135er Strecke habe ich mir aber auch noch Luft für das nächste Jahr gelassen.

Die sportliche Herausforderung hat mich überrascht. Umso größer ist meine Freude, dass es trotzdem so gut ging. Ob ich im kommenden Jahr dem Trend der meisten Teilnehmer folge und auf eine historisch korrekte Übersetzung lieber verzichte, das wird von der geplanten Streckenlänge und meiner Form abhängen. Auf die längere Strecke würde ich auch bei besserem Trainingszustand nicht mehr mit 42-26 gehen.

Kurbeln mit entsprechend kleinem Lochkreis und Schaltwerke mit langem Käfig waren in den 70ern und 80ern eher selten und sind nicht zuletzt aufgrund der Schwierigkeit der Eroica sehr gefragte und teure Sammlerstücke.

2 Antworten auf „L’Eroica Gaiole“

  1. Sehr schöner und nett geschriebener Erfahrungsbericht,der mir völlig aus der Seele spricht..
    ..hat man als Enthusiast einmal dieses herrliche flair erleben können,das rund um die gelungene Veranstaltung in der toskanischen Luft liegt und durfte dabei sein,wird man dieses Erlebnis immer wieder auf ein Neues erfahren wollen,egal wie weit die Anreise auch sein mag-hier trifft sich fast Alles rund um den Globus.
    Die L`Eroica hat ihren Glanz in keinster Weise verloren, durfte ich auch dieses Jahr wieder genugtuend feststellen .
    Lieben Gruss knut aus Hannover

  2. Danke Dir, Knut. Und nächstes Jahr treffen wir uns dann hoffentlich auch! Aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja vorher schon zu Eurer Klassiker-Ausfahrt nach Hannover.

    Beste Grüße
    Sebastian

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