L’Eroica Gaiole

In mehr als 30 Jahren, die seit meinem ersten Rennradkauf vergangen sind, habe ich so einiges auf schmalen Reifen erlebt.

Ich war mit dem Rennrad auf Reisen und bin als Amateur Radrennen gefahren. Auch die Teilnahme an Breitensportveranstaltungen und Radmarathons wie dem anspruchsvollen Ötztaler oder der einwöchigen Tour-Transalp gehörte für mich immer wieder dazu.

Und dennoch, meine erste Teilnahme bei der Eroica Gaiole in der wunderschönen toskanischen Region Chianti hat mich noch einmal wirklich überrascht, und das im positiven Sinn. „L’Eroica Gaiole“ weiterlesen

650b-Umbau: Ein Rennrad zum Reisen

Vom Rennrad-Klassiker zum Reiserad

Schon seit längerem halte ich Ausschau nach einem schönen Stahlrahmen mit Ösen, auf dessen Basis ich mir einen klassisch angehauchten Light-Tourer bzw. ein reisetaugliches Rennrad aufbauen kann.

Bereits meine ersten Radreisen habe ich mit dem Rennrad und notdürftig angeflanschtem Gepäckträger unternommen und diese Idee des „leichten“ Reisens fasziniert mich bis heute. Nur „notdürftig“ möchte ich die Ausstattung heute nicht mehr. „650b-Umbau: Ein Rennrad zum Reisen“ weiterlesen

Centurion Semi Professional (1978)

Japanischer Rennrad-Traum in himmelblau.

Das Centurion Semi Professional gehört zu den schönsten Rennrädern, die ich je gesehen habe. Der Rahmen aus Tange Champion Rohren präsentiert sich makellos verarbeitet in einem wunderbaren Blauton, der durch die verchromten Muffen ganz besonders zur Geltung kommt.

Schon nach dem Kauf des Rahmens habe ich meine Begeisterung unter dem Titel „Blue Steel“ zum Ausdruck gebracht. In den letzten Wochen ist aus dem schönen Stück Stahl nun ein komplettes Rad entstanden. „Centurion Semi Professional (1978)“ weiterlesen

Februarrunde

Noch vor einer halben Stunde völlig undenkbar, scheint plötzlich alles zu stimmen. Das leichte aber stetige Brausen des Windes in den Ohren – es ist gewichen. Das sanfte Brennen in den Oberschenkeln – vergessen. Und die gerade noch so kalten Füße und Hände? – Sie senden leicht gribbelnde Lebenszeichen.

Die silbern funkelnden Lichtstrahlen, der sich in der Vorderradnabe spiegelnden Februarsonne, sie ziehen Tom in ihren Bann. „Wie konnte sich schwarz in der Gestaltung moderner Naben nur durchsetzen?“ Das kann er nicht begreifen.

Wunderbar mischen die 32 doppelt endverstärkten Speichen des Vorderrades jetzt im sonnigen Glitzerspiel mit und berauschen den mit Rückenwind dahingleitenden Rennfahrer mit dem leisen Klang der gerade so berauschenden Geschwindigkeit.

Ist es das, was er so liebt an diesem Sport?

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Erinnerungen an den Sommer 1992

Ein Rückblick auf die ganz große Freiheit.

Wir haben uns heute Morgen in Nördlingen auf unsere vollbepackten Räder geschwungen – zwei notdürftig mit Gepäckträgern zum Reiserad umgerüstete Rennräder. Dabei haben wir nur das Nötigste. Ein Rennrad ist kein Packesel.

Neben einem kleinen Zelt, Schlafsäcken, zwei Pappdeckel-dünnen Alumatten, Kocher und Werkzeug ist nur noch wenig Raum für Kleidungsstücke. Egal, es geht in den Süden. Unser Ziel ist Sizilien.

Zeit und Energie haben wir, gerade 18-jährig, in Hülle und Fülle. Geld dafür umso weniger. Und gerade letzteres erweist sich als großer Glücksfall. „Erinnerungen an den Sommer 1992“ weiterlesen