Kriterium

Radrennen am Wochenende

In einem Stimmungsgemisch aus routinierter Melancholie und Anspannung sitze auf der Ladekante meines Ford Fiesta und massiere mir eine wärmende Öl-Lotion auf meine von der zweistündigen Autofahrt schwer gewordenen Beine.

Der Duft von Latschenkiefer und Menthol verbindet sich mit dem von Gummi und Kettenöl und signalisiert meinem Körper, dass es mit der Ruhe bald vorbei sein wird. „Kriterium“ weiterlesen

650b-Randonneur im zweiten Anlauf

Kaum ein Fahrradtyp kann mich so in seinen Bann ziehen, wie ein leichtes Reiserad mit Rennlenker. Ähnlich dem Aufbau der klassischen Randonneur Rennräder, wie sie viele Langstreckenradler seit Jahrzehnten schätzen.

Wenn ein derart gestaltetes Reise- oder Ranndoneur-Fahrrad dann noch auf einem klassischen Rennradrahmen aus Stahl basiert, dann fühle ich mich wirklich abgeholt in meinen Vorstellungen vom perfekten Rad.

Doch was hat das eigentlich mit dem Laufradmaß 650b zu tun? „650b-Randonneur im zweiten Anlauf“ weiterlesen

Wenn der Radsport das Herz stresst

Kann RadSport dem Herz schaden?

Die Hinweise mehren sich, dass die hohen Ausdauerbelastungen, wie sie ambitionierte Radrennfahrer über Jahre erbringen, zumindest bei einem Teil der Athleten folgenschwere Spuren am Herz hinterlassen.

The Haywire Heart – How too much exercise can kill you… ist der Titel des aktuellen Buches von Chris Case, John Mandrola und Lennard Zinn, drei zum Teil selbst betroffenen Leistungsportlern, die dem Phänomen wissenschaftlich fundiert und spannend auf den Grund gehen. Keine Frage, dass ich das lesen musste. „Wenn der Radsport das Herz stresst“ weiterlesen

L’Eroica Gaiole

Mein Blick versucht nur noch die 10 Meter vor dem tanzenden Vorderrad zu erfassen, doch je länger es auf dieser ruppigen Geröllpiste bergab geht, desto schwerer fällt es meinem Kopf die Informationen zeitnah zu verarbeiten.

Das Bild verschwimmt und ich versuche mein Vorderrad krampfhaft gerade zu halten. Dann bin ich unten. Den Kopf schütteln, die Nackenmuskulatur lockern und schon geht es wieder bergauf. Steil, lang und auf losem Untergrund.

Einen Schluck staubiges Wasser aus dem Bidon und weiter – ich sollte den ersten Mund voll wirklich besser ausspucken, so viel Staub enthält er – aber das ist mir längst egal.

„L’Eroica Gaiole“ weiterlesen